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FSME – vor Tätigkeiten im Freien und Urlaubsreisen : rechtzeitig impfen!

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch ein Virus verursacht, das vor allem durch die Zecke( Ixodes ricinus) übertragen wird.
Diese Zecken halten sich bevorzugt in Wäldern in nicht zu trockenen Lagen in hohem Gras und Gebüsch sowie in losem Laub auf.

Durch einen Zeckenstich gelangen die Viren in die Blutbahn des Menschen und können dort die Krankheit auslösen. FSME-Virus übertragende Zecken kommen in vielen europäischen Ländern, z.B. Österreich, den baltischen Ländern, in Russland, Polen, in der Tschechischen und in der Slowakischen Republik, in Ungarn, Südschweden, Finnland, Kroatien, Slowenien und Albanien, Russland und in Asien vor. Wesentliche Verbreitungsgebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg und Bayern.

Endemiegebiete liegen ebenfalls im südlichen Hessen (Odenwald), im LK Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und in vereinzelten Landkreisen in Thüringen. Die Krankheit tritt in Abhängigkeit von der Aktivität der virustragenden Zecken bevorzugt im Frühjahr und Sommer auf, häufig jedoch auch im Herbst. Sehr selten erfolgt eine Ansteckung auch durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen. Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zu einer symptomatischen Infektion.

Nach erfolgter Infektion treten bei ca. 30% der Infizierten Krankheitserscheinungen auf. Es kommt zunächst zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche (bis zu 20 Tagen) entsteht bei etwa 10% der Infizierten eine Entzündung der Hirnhäute mit Fieber, Erbrechen und nervlichen Ausfallserscheinungen, Lähmungen, Anfällen oder lange andauernden Kopfschmerzen. Schwere Krankheitsverläufe werden fast nur bei Erwachsenen beobachtet. Bei ca. 1 % der Erkrankten mit ZNS-Beteiligung führt die Erkrankung zum Tode. Eine spezifische Therapie gegen das Virus ist derzeit nicht verfügbar.

Die aktive Immunisierung stellt einen wirksamen Schutz für potenziell gefährdete Einwohner und Besucher von Risikogebieten dar. Eine Indikation für eine Impfung besteht für Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und verhaltensbedingt – Berufsausübung, Freizeitaktivitäten – gegenüber Zecken exponiert sind (s.a. Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission, STIKO, am Robert Koch-Institut).Das RKI veröffentlicht auf der Basis dokumentierter FSME-Erkrankungsfälle jährlich Karten zu FSME-Risikogebieten in Deutschland).Für einen kompletten Impfschutz sind drei Impfungen erforderlich. Auffrischimpfungen sind in Abständen zwischen 3 und 5 Jahren nötig.
Ihre Betriebsärztinnen beraten und impfen Sie gern!