Patienteninformationen

Liebe Patientin, lieber Patient!
In der Regel hat Ihr Arbeitgeber eine betriebsärztliche Untersuchung für Sie veranlasst, die wir entweder direkt in Ihrem Betrieb oder in unserer arbeitsmedizinischen Praxis durchführen. Diese Untersuchungen finden in regelmäßigen Abständen, vor Aufnahme oder bei Beendigung bestimmter Tätigkeiten statt.

Ziel der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung

Auch beim Betriebsarzt unterliegen alle Dinge, die während der Untersuchung besprochen werden und alle erhoben Befunden der ärztlichen Schweigepflicht. Es erfolgt keine Weitergabe von Befunden an Ihren Arbeitgeber oder an andere Dritte.

Ziel der arbeitsmedizinischen Untersuchung ist der Schutz Ihrer Gesundheit, die Vorbeugung und Früherkennung von berufsbedingten Erkrankungen, die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bei bereits vorliegenden Erkrankungen und die Beratung bei Prozessen der Wiedereingliederung.

Untersuchungsablauf

Je nach Art Ihrer Tätigkeit erfragen wir Ihre Vorerkrankungen und Beschwerden, führen eine körperliche Untersuchung und eine Blutdruckmessung durch. Abhängig vom Arbeitsplatz kommen dazu spezielle Untersuchungen der Augen (z.B. Sehtest, Prüfung des Farbsehens und räumlichen Sehens, des Kontrastsehens, der Blendungsempfindlichkeit oder Geschichtsfeldbestimmung), ein Hörtest, ein EKG / Belastungs-EKG, eine Lungenfunktionsprüfung, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes, ein psychometrischer Leistungstest und Laboruntersuchungen (Blut, Urin). Falls erforderlich überprüfen und ergänzen wir Ihre Schutzimpfungen (z.B. Gelbsucht, Grippe).

Am Untersuchungstag können Sie wie gewohnt Essen und Trinken, sowie Ihre üblichen Medikamente einnehmen. Es ist nicht erforderlich, dass Sie „nüchtern“ zum Termin erscheinen.
Bitte bringen Sie zu Ihrem Untersuchungstermin Folgendes mit:

  • Sehhilfe (Lesebrille, Fernbrille, Kontaktlinsen) und Brillen-Pass
  • Liste aller eingenommenen Medikamente
  • Impfbuch
  • Befunde / Arztbriefe zu Krankenhausaufenthalten, Operationen, schweren Erkrankungen
  • Ggf. Zuckerbuch oder Blutdruckpass
  • Kleines Handtuch und Sportkleidung, sollte ein Belastungs-EKG anstehen

Können Sie einen anstehenden Untersuchungstermin nicht wahrnehmen, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid!

Schwerbehinderte Mitarbeiter

Das Neunte Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) enthält die Vorschriften für die Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland. Mit dem SGB IX wurde das Rehabilitationsrecht und das Schwerbehindertenrecht in das Sozialgesetzbuch eingeordnet.
Ihr Betriebsarzt berät Sie bei der Auswahl und Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, unterstützt bei der Beantragung von Leistungen und steht Ihnen bei allen gesundheitlichen Fragestellungen zur Seite. Wir arbeiten eng mit den Integrationsämtern zusammen.

Feststellung Schwerbehinderteneigenschaft und Landesblindengeld

Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.
Auf Antrag wird festgestellt, ob eine Behinderung im Sinne des Schwerbehindertenrechts vorliegt und welchen Grad diese Behinderung hat. Dazu werden Schwerbehindertenausweise ausgestellt. Je nach Grad der Behinderung und Merkzeichen können behinderte Menschen damit Rechte und Nachteilsausgleiche geltend machen.Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz erhalten – unabhängig von Einkommen und Vermögen – blinde Menschen, hochgradig sehschwache Menschen, gehörlose Menschen und Kinder mit einem Grad der Behinderung von 100.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Informationen auf leipzig.de

Antrag zum Herunterladen:

Antrag zum herunterladen auf leipzig.de

Ansprechpartner für Fragen:

Feststellung Schwerbehinderteneigenschaft/ Landesblindengeld
Technisches Rathaus
Prager Straße 118 -136
04317 Leipzig

E-Mail: sgb9.lblindg@leipzig.de
Telefon: 0341 123-4000
Fax: 0341 123-4005

Welche Aufgaben haben Integrationsämter und Integrationsfachdienste?

Ziel der Integrationsämter ist es, die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben zu fördern und zu sichern. Behinderte Menschen sollen die notwendigen Hilfen erhalten, um sich am Arbeitsplatz sowie im Wettbewerb mit nichtbehinderten Menschen behaupten zu können.

Zu den Aufgaben der Integrationsämter zählen:

  • die Beratung schwerbehinderter Personen,
  • die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe,
  • der besondere Kündigungsschutz sowie
  • die begleitenden Hilfen im Arbeitsleben.

Letzteres umfasst Leistungen für schwerbehinderte Arbeitnehmer (technische Arbeitshilfen, Hilfen zur Erreichung des Arbeitsplatzes, Beschaffung und Ausstattung einer behindertengerechten Wohnung, Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung, Arbeitsassistenz) sowie Leistungen an den Arbeitgeber (behindertengerechte Ausstattung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, verschiedene Zuschüsse bei der Beschäftigung schwerbehinderter Personen).

Unter folgendem Verweis finden Sie weitere Informationen zu möglichen begleitenden Hilfen im Arbeitsleben. Dort finden Sie auch die Antragsformulare und die Kontaktdaten des Integrationsfachdienstes:

Begleitete Hilfe im Arbeitsleben 

Das Integrationsamt arbeitet diesbezüglich eng mit der Bundesagentur für Arbeit und den anderen Rehabilitationsträgern zusammen. Darüber hinaus kann es, wenn erforderlich, den Integrationsfachdienst sowie psychosoziale Dienste anderer Träger mit einbeziehen.

Das Intergrationsamt in Sachsen ist an den Kommunalen Sozialverband Sachsen angegleidert und und befindet sich in der Außenstelle Chemnitz.

KSV Sachsen – Integrationsamt
Reichsstraße 3
09112 Chemnitz
Tel. 0371 577-0

KSV Sachsen
Thomasiusstraße 1
04109 Leipzig
Tel. 0341 1266-0

ksv-sachsen.de

Buchtip:

„Ratgeber für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige“

guide & book Verlag, ISBN 978-3-9812959-0-0

Schwangere Arbeitnehmerinnen

Der gesetzliche Mutterschutz hat die Aufgabe, die im Arbeitsverhältnis stehende Mutter und das werdende Kind vor Gefahren, Überforderungen, Gesundheitsschäden und finanziellen Einbußen während der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Entbindung zu schützen. Nach bekannt werden einer Schwangerschaft hat der Arbeitgeber gemäß dem Mutterschutzgesetz und der Mutterschutzrichtlinienverordnung die Arbeitsbedingungen zu beurteilen und gegebenenfalls Maßnahmen wie Umgestaltung der Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzwechsel oder Beschäftigungsverbot festzulegen.
Dabei muss er die gesetzlichen Anforderungen an die Gestaltung der Arbeitsbedingungen erfüllen und gesetzliche Beschäftigungsverbote einhalten. Für bestimmte Zeiten vor und nach der Entbindung ist die Frau von der Arbeit freizustellen. Während der Schwangerschaft und vier Monate nach der Entbindung besitzt die Frau nach dem Mutterschutzgesetz einen besonderen Kündigungsschutz. Nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz genießen die Mutter und der Vater während der Elternzeit besonderen Kündigungsschutz. Mutterschutzgesetz und Bundeserziehungsgeldgesetz enthalten weiterhin Vorschriften über finanzielle Leistungen vor und nach der Entbindung.

Zu allen Fragen des Gesundheitsschutzes währende der Schwangerschaft und Stillzeit beraten wir Sie gerne. Neben Unterstützung bei der Beurteilung möglicher Gefährdungen am Arbeitsplatz für Mutter und Kind, Fragen zum Beschäftigungsverbot für werdende Mütter oder Impfschutz ist Ihr Betriebsarzt Ansprechpartner. Jederzeit können Sie einen Termin in unserer Praxis vereinbaren. Sollte Ihr Arbeitgeber noch keine Kenntnis der Schwangerschaft haben, melden Sie sich bitte selbst bei uns.

Leitfaden zum Mutterschutzgesetz
Die folgende Broschüre bietet eine Darstellung der wesentlichen Aspekte des Mutterschutzes: Rechte und Pflichten gegenüber dem Arbeitgeber, Leistungen der Krankenkasse und Mutterschaftsgeld. Außerdem enthält die Broschüre den Text des Mutterschutzgesetzes, Auszüge aus der Reichsversicherungsordnung sowie die Mutterschutzrichtlinienverordnung.

Informationen zur Schwangerschaftsanzeige

Jugendliche / Auszubildende

Das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Kinderarbeitsschutzverordnung schützen Kinder und Jugendliche vor Gesundheitsschäden durch Arbeit, die zu früh beginnt, die zu lange dauert, die zu schwer ist, die sie gefährdet oder die für sie ungeeignet ist.
Für die erlaubte Beschäftigung Jugendlicher enthält das Jugendarbeitsschutzgesetz Pflichten der Arbeitgeber, wie die Beurteilung der Arbeitsbedingungen, die menschengerechte Gestaltung der Arbeit und die Einhaltung von Vorschriften über Arbeitszeit und Freizeit. Des Weiteren regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz die gesundheitliche Betreuung der Jugendlichen.

Wir führen die Untersuchungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz durch, beraten Sie zu Fragen des Gesundheitssschutzes und bei individuellen Fragestellungen.